Regionale Unterschiede in den Gesundheitskosten gehören zu den grossen offenen Fragen der Gesundheitspolitik. Mit dem Working Paper WP 2025/02 «Unpacking Regional Variation in Health Care: Insights from Internal Migration in Switzerland» liefern Philip Hochuli und Caroline Chuard neue Antworten.
Die Studie zeigt: Rund 40% der regionalen Variation in den Gesamtkosten lassen sich durch Angebotsunterschiede erklären (z.B. regionale Versorgungsstruktur, Dichte von Leistungserbringern). 60% gehen hingegen auf die Nachfrageseite zurück: Wer zwischen Regionen umzieht, nimmt Gesundheitsgewohnheiten, Präferenzen und kulturell geprägte Verhaltensmuster mit.
Dabei variiert die Bedeutung des Angebots stark nach Leistungstyp: Bei Medikamentenkosten ist der Angebotsanteil gering (14 %), bei Physiotherapie liegt er bei 33 %, bei Laborleistungen bei 42 % und bei Hausärzten bei 57 %. Auch über spezialiserte Fachrichtungen hinweg gibt es grosse Spannbreiten (z.B. 33 % in der Gynäkologie bis 67 % in der Chirurgie).
Neuer Vergleich mit schweizweiten Daten
Inzwischen stehen uns schweizweite Daten zur Verfügung. Die Analysen zeigen, dass die Ergebnisse aus den CSS-Daten repräsentativ für den Gesamtmarkt sind. Gleichzeitig bieten die CSS-Daten Vorteile für vertiefte Auswertungen, da sie detailliertere Möglichkeiten zur Analyse und Datenselektion eröffnen.
Das aktualisierte Working Paper steht hier zum Download bereit. Eine Zusammenfassung findet sich hier.